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Verfasst von: Dr. A. Kistner
Kaltgepresste Öle haben einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und werden verwendet für die Zubereitung von kalten Speisen. Zum Braten bei hohen Temperaturen sind sie nicht geeignet. Sie sind nur begrenzt haltbar.
Kaltgepresste Öle sind auch unter den Bezeichnungen „aus erster Pressung“, „nativ“, „virgine“ oder „extra virgine“ im Handel.
Sie werden – im Gegensatz zu den heißgepreßten Ölen – durch ein besonderes, schonendes Verfahren gewonnen. Dabei werden die ölhaltigen Samenkörner ohne Wärmezufuhr und unter Vermeidung von hohem Druck mechanisch ausgepresst. Die Temperaturen steigen dabei nicht über 40°C. Im allgemeinen werden kaltgepreßte Öle danach nicht raffiniert (=gereinigt). (Raffination bedeutet die Reinigung von z. B. Ölen und Fetten, mit dem Ziel, geschmacks-, geruchs- und farbneutrale sowie haltbare Öle und Fette zu erhalten). Zum einen sollen wertvolle Fettbegleitstoffe erhalten bleiben, zum anderen entstehen bei der Kaltpressung jene Abbauprodukte erst gar nicht, die – wie bei heißgepressten Ölen - durch Raffination wieder entfernt werden müssten. Es gibt aber Ausnahmen: Traubenkernöl beispielsweise ist ohne Raffination ungenießbar und deswegen nur in raffinierter Form erhältlich. Alle Rohstoffe werden, besonders, wenn es sich um Reformhaus- oder Bioware handelt, unter strengen Auflagen ausgewählt. Es werden keinerlei Zutaten hinzugefügt.
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